07. 12. 2022
Industrie 4.0

„Digitale Schule der Zukunft“ – so lautet der Name des neuen Pilotprojekts des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus. An dem Projekt ist auch die niederbayerische Realschule Freyung beteiligt, deren Zweiter Konrektor – Herr Christian Attenbrunner – unsere Fragen beantwortet hat.

Könnten Sie bitte kurz erklären, worum es bei dem Projekt geht und was das Ziel des Projektes ist?
Mit dem Pilotprojekt „Digitale Schule der Zukunft" soll der ohnehin schon sehr gute Unterricht unserer bayerischen Realschulen abermals aufgewertet werden. In ihrer späteren beruflichen Zukunft ist es für unsere Schulkinder unerlässlich, mit den neuen Medien sicher und kompetent arbeiten zu können. Als „REAL-Schule" wollen wir uns dieser Herausforderung stellen und den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bieten, einen modernen Unterricht zu erfahren, der sie optimal auf die späteren Anforderungen heranführt, seien es die verschiedensten Lehrberufe oder auch die Weiterqualifikation an weiterführenden Schulen. Unser Ziel war zunächst, es den Kindern und Jugendlichen zu ermöglichen, ein möglichst erschwingliches, aber dennoch leistungsfähiges einheitliches Gerät für den Unterricht bereitzustellen. In unserer Schule ist die Wahl auf das „iPad" mit Eingabestift gefallen. In der Folge wird den Schülern, Eltern und Lehrkräften nun die Möglichkeit geboten, sich mit angepassten Zusatz- und Fortbildungsangeboten auf die neue Situation einzustellen, um einen modernen und zeitgemäßen Unterricht zu gewährleisten. Dabei soll der Blick für die Sinnhaftigkeit und die Wahl der jeweils optimalen Lernmethode im Focus gehalten werden, eine „Digitalisierung auf Biegen und Brechen" würde keinen Sinn machen. Jedoch ist bereits jetzt festzustellen, dass die Möglichkeiten, welche der Einsatz und die Vernetzung der digitalen Endgeräte für die Unterrichtsgestaltung bietet, das Lehrerherz höherschlagen lässt. Es offenbaren sich nahezu ungeahnte, vielfältige und faszinierende Möglichkeiten, die auch das Interesse der Kinder am Unterricht neu entfachen. Kreativität, Eigenverantwortlichkeit und die Stärkung verschiedener Kompetenzen der Heranwachsenden – alles notwendige „Skills" der heutigen Zeit – können dadurch letztendlich gestärkt werden.

 

Was hat Ihre Schule dazu bewogen, am Pilotversuch „Digitale Schule der Zukunft" teilzunehmen?
Wir sehen es als eine einmalige Chance, wenn wir im ländlichen Raum als nur eine von neun Realschulen in ganz Niederbayern und 250 Schulen bayernweit an dem Pilotversuch teilnehmen dürfen. Zum einen erfährt die Realschule Freyung durch die Förderung des Projekts einen unerwartet schnellen „digitalen Aufstieg" in Bezug auf Ausstattung und Bereitstellung der nötigen schulinternen digitalen Infrastruktur. Zum anderen ist es eine im internationalen Vergleich längst überfällige Maßnahme, den Unterricht an unserer Realschule auch in Hinsicht auf eine vernetzte Welt konkurrenzfähig zu erhalten und nun einen digitalen Schritt vorwärts zu unternehmen. Es bieten sich viele Möglichkeiten, sowohl für Lehrer und Schüler, die Qualität des Unterrichts auf verschiedenen Ebenen noch besser zu machen. Dabei befinden wir erst am Anfang der Entwicklung, durch diesen Pilotversuch sollen ja auch Schwachstellen aufgezeigt werden. Wir stehen daher mit den anderen teilnehmenden Schulen in engem Kontakt, z.B. mit der als „Ankerschule" fungierenden Realschule Schöllnach, bei welcher in unserer Region die Fäden zusammenlaufen und wir uns durch die Zusammenarbeit und Absprache gemeinsam weiterentwickeln wollen. Die Möglichkeit durch die Digitalisierung in didaktischer und methodischer Hinsicht noch besser zu werden, wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen – getreu dem Motto „Stillstand ist Rückschritt"!

 

Welche Vorteile bringt die Teilnahme an dem Projekt für SchülerInnen und LehrerInnen?

Das Pilotprojekt bietet verschiedene Vorteile, z.B. der Gewichtsreduzierung der Schultaschen, der ständigen Verfügbarkeit aller erforderlichen Unterrichtsmaterialen – vom digitalen Heft bis hin zur Online-Version jeden Schulbuchs, der modernen methodisch-didaktischen Aufbereitung der Unterrichtsgestaltung, der interaktiven Mitgestaltung und Zusammenarbeit im Klassenverbund, und auch der Möglichkeit stets unkompliziert und ohne Hindernisse miteinander kommunizieren und den Fragestellungen der verschiedenen Unterrichtseinheiten auf der Höhe der Zeit gerecht werden zu können.

 

Wie wird das Projekt an Ihrer Schule finanziert?
Die finanzielle Unterstützung des Projektes erfolgt vorrangig durch das Kultusministerium. Die iPads werden zwar von den Schülerinnen und Schülern privat erworben, durch eine finanzielle Förderung von 300,00 Euro pro Endgerät entstehen den Eltern letztendlich Kosten von nicht mal 160,00 Euro. Ebenso stellt das Ministerium Gelder für Fortbildungsveranstaltungen der Lehrkräfte, Eltern und Schüler und den Erwerb von entsprechenden Bildungs-Apps, digitalen Schulbüchern und Software zur Verfügung. Auch von Seiten des Sachaufwandsträgers konnten wir zeitnah durch den Erhalt eines neuen Servers die Qualität des WLAN im Schulgebäude erhöhen, der ebenso mit einem hohen Betrag zu Buche schlägt.

 

Titelfoto: Foto Schüll


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