24. 07. 2020
Industrie 4.0 Menschen & Vielfalt

Mag. Ewald Staltner MAS MSc, Direktor der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe Steyr (weiter nur HLW Steyr), stellt eine einzigartige Fachrichtung Design- und Digitalisierungsmanagement vor, die aufgrund der Zusammenarbeit mit Unternehmen entstand und aktuelle Trends im Bereich Industrie 4.0 berücksichtigt.

Was sind Ihre Schwerpunkte an der Schule?

Als humanberufliche Schule stellt die HLW Steyr in ihren unterschiedlichen Ausbildungsrichtungen den Menschen in die Mitte. Eine fundierte Allgemeinbildung kombiniert mit einer intensiven Berufsausbildung in fachpraktischen, fachtheoretischen und kaufmännischen Unterrichtsgegenständen bildet die Basis. Ein wesentlicher Fokus liegt auf der Persönlichkeitsbildung als Schlüssel zu einem gelingenden Privat- und Berufsleben. Die internationale Kommunikationsfähigkeit wird durch ein breites Fremdsprachenangebot gewährleistet. Neben Englisch wird noch eine zweite lebende Fremdsprache: Französisch, Italienisch oder Spanisch als dritte lebende Fremdsprache angeboten.

Die Ausbildung berücksichtigt aktuelle Megatrends der Gesellschaft wie Gesundheit, Kultur und Digitalisierung. Unsere Fachrichtungen sind Gesundheitsmanagement, Kultur- und Kongressmanagement, Design- und Digitalisierungsmanagement, 3-jährige Fachschule für Gesundheit und Soziales.

 

Welche Rolle spielt das Thema Industrie 4.0 an Ihrer Schule?

Die im Schuljahr 2019/2020 initierte Fachrichtung für Design- und Digitalisierungsmanagement befasst sich explizit mit den Entwicklungen im Kontext von Industrie 4.0. Die Ausbildung verbindet fachliche Grundkompetenzen der technologischen Seite der Digitalisierung mit Know-How, wie Unternehmen und Organisationen Abläufe digitalisieren (Prozessmanagement).

Neben der expliziten Einrichtung der neuen Fachrichtung für Design- und Digitalisierungsmanagement hat sich die HLW Steyr schon sehr früh mit dem Thema auseinandergesetzt. So sind wir schon seit vielen Jahren Mitglied der IT-Experts Austria, als Zusammenschluss der Steyrer IT bzw. IT-nahen Betriebe.

In Zusammenarbeit mit den Steyrer Industrie- und Wirtschaftsbetrieben wurden schon bisher zahlreiche innovative Projekte realisiert und sind für die Zukunft weitere angedacht. Dabei setzen wir auch auf eine gute Zusammenarbeit mit anderen Steyrer berufsbildenden Schulen, wie z.B. der Höheren Technischen Lehranstalt oder der Handelsakademie Steyr. So konnten wir in den letzten Jahren gemeinsam mit SKF Steyr und den beiden genannten Schulen ein österreichisches Pilotprojekt im Rahmen von Industrie 4.0 zur Qualitätssicherung realisieren.

 

Welche Aktivitäten/Projekten im Zusammenhang mit Industrie 4.0 wird Ihre Schule umsetzen oder umgesetzt haben?

Höchstes Ziel ist es derzeit, die neue Fachrichtung Design- und Digitalisierungsmanagement zu etablieren und in ihrem ersten Durchlauf zu evaluieren, um den Lehrplan an die Veränderungen in Gesellschaft und Wirtschaft anpassen zu können. Gemeinsam mit den Partnerbetrieben entwickeln wir so die Ausbildung weiter. Meilensteine der Ausbildung sind Pflichtpraktika und die konkrete Mitarbeit (real live Case Studies) in einschlägigen Betrieben. Die entsprechenden Kooperationen sind derzeit in Ausarbeitung. Darüber hinaus gilt es, das Ausbildungsangebot auf Folgeausbildungen (Fachhochschule, ...) hin weiterzuentwickeln.

Gleichzeitig sollen die Erkenntnisse aus dieser Innovation auch ausstrahlen auf die anderen Ausbildungsangebote an der HLW Steyr und so auch hier das Thema Industrie 4.0 / Digitalisierung noch stärker etablieren. Hier hilft die Erfahrung durch die bereits durchgeführten Projekte (siehe oben) und die starke Vernetzung (nicht wenige der Absolvent*innen sind im Bereich Digitalisierung tätig und bringen so ihre Expertise in die Weiterentwicklung der Schule ein).

 

Wie beurteilen Sie die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Tschechien, Österreich und Bayern und was wünschen Sie sich in Zukunft in diesem Bereich?

Mit der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit merkt man, wie Regionen aufblühen und wie Nachbarschaften wieder ins Bewusstsein der Menschen zurückkehren. Neben der wirtschaftlichen Bedeutung sehe ich vor allem eine gesellschaftliche Dimension, wenn Menschen alte Barrieren überwinden und die kulturellen Gemeinsamkeiten wiederentdecken. In den zahlreichen Projekten war dies bisher schon spürbar. Für die Zukunft wünsche ich mir eine Intensivierung, insbesondere auch für den schulischen Bereich. Die Begegnung miteinander und der Austausch untereinander kann uns gemeinsam weiterbringen, sowohl in wirtschaftlicher, mehr aber noch in menschlicher Hinsicht.


Zurück
Mapa
Sommerjob in der EDM

Sommerjob in der EDM

Sammeln Sie Erfahrungen

Archiv
Ikona

Entdecke die Europaregion

Reisen in Europa

Reisen in Europa

Aktuelle Reisebestimmungen innerhalb der Europaregion Donau-Moldau

Hochschulführer

Hochschulführer

Ein Hochschulleitfaden für die Europaregion

Best Practice Projekte

Best Practice Projekte

Aus dem Hochschulbereich

Sommerjobs in der EDM

Sommerjobs in der EDM

Sammeln Sie Erfahrungen

Netzwerke für start ups und aktuelle online Angebote

Netzwerke für start ups und aktuelle online Angebote

Inforeihe

Burgen und Schlösser

Burgen und Schlösser

Virtuelle Reise zu den Sehenswürdigkeiten

Tipps zu Museen und Galerien

Tipps zu Museen und Galerien

Vielfältiges Angebot

28 schönste Tagestouren

28 schönste Tagestouren

Mit dem Fahrrad durch die EDM

28 schönste Rundwanderungen

28 schönste Rundwanderungen

Wanderausflüge mit dem Rucksack

28 traditionelle Rezepte

28 traditionelle Rezepte

Kochen mit der Europaregion

Wir kochen gut

Wir kochen gut

Geschmack der Europaregion

Zweisprachigkeit in der EDM

Zweisprachigkeit in der EDM

Unseres Angebot